Matriarchale "Familien"Struktur

Kinder

Ein wesentliches Merkmal matriarchal organisierter Gesellschaften ist, dass Kinder - welche Träger unser aller Zukunft sind – im Mittelpunkt der Gemeinschaft stehen. Ihre Sicherheit und liebevolle Versorgung auf allen Ebenen gilt als überlebenswichtig. Das beinhaltet auch die Sicherheit und Versorgung ihrer Mütter – ohne dass hierbei Hierarchien entstehen.

 

Kinder als vollkommene Wesen, bedürfen unserer besonderen Liebe, Aufmerksamkeit und geschützten Raums zum Entwickeln, wenn sie spielerisch die Welt entdecken und ihre Kompetenzen entfalten. Alle Kinder des Clans werden wie die eigenen angesehen: Als Bereicherung der Gemeinschaft; als Ausdruck von unmittelbarer Lebensfreude und Präsenz. Eingebunden in unseren Lebensraum lernen, forschen und erfahren Kinder altersgemäß. Sie lernen die Verbundenheit mit allem Sein, Selbstliebe und respektvollen Umgang durch unser gelebtes Beispiel.

 

Kontakt mit Menschen außerhalb unserer Lebensweise und Verstehen der verbreiteten Kultur sowie sozialen Normen halten wir für sehr wichtig. Auch ist uns eine zeitgemäße und verantwortungsvolle technische Bildung (z.B. PC, soziale Medien) ein Anliegen.

Durch diese Fähigkeiten sind unsere Kinder - altersgemäß - in der Lage, sich auch außerhalb der Clanstrukturen in der Gesellschaft zurechtzufinden und wirklich ihre freien Entscheidungen zu treffen. Unterrichtet werden unsere Kinder in geeigneten Einrichtungen oder in Hausunterricht.

 

Die kontinuierliche und verlässliche Sicherheit und Versorgung der Kinder (emotional wie ökonomisch) betrachten wir als essentiell. Der Zusammenhalt im Clan trägt Kinder auch bei Ausfall einer oder mehrerer Bezugspersonen.


Mütter

Mütter als das Leben erschaffende Abbild der Großen Mutter werden in matriarchalen Gesellschaften hoch geehrt. Dort leitet sich Verwandtschaft ausschließlich über die Mutterlinie her. Alle Nachkommen bleiben immer Mitglied des Clans, unabhängig von ihrer Lebensgestaltung.

 

In der patriarchalen Kleinfamilie werden gerade Mütter von kleinen Kindern oft weit über ihre Belastungsgrenzen getrieben, das nötige Umfeld um sie zu stützen und zu stärken ist einfach nicht ausreichend vorhanden. Dies ist kein Versagen der Einzelnen, sondern eine strukturelle Selbstverständlichkeit in unserer westlichen Gesellschaft. Alleinerzieherinnen trifft dies noch deutlich härter.

 

Wir wissen, dass seelisch, emotional und körperlich gut genährte Mütter nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern die ganze Gemeinschaft nähren und stärken. Daher erfahren in unserem Clan gerade Mütter von kleinen Kindern Wertschätzung, Zuwendung und Getragensein. Durch gemeinsame Fürsorge für die Kinder werden Ressourcen frei, die wieder dem Gemeinwohl zu Gute kommen.

Väter

In matriarchalen Gesellschaften leitet sich Verwandtschaft ausschließlich über die Mutterlinie her. Alle Nachkommen bleiben immer Mitglied des Clans, unabhängig von ihrer Lebensgestaltung. Versorgung und Begleitung für die Kinder des Clans übernehmen die Männer des Clans – ergo die Mütterbrüder.

 

Biologische Väter werden keineswegs abgelehnt oder vom Kontakt abgehalten. Es hat sich aber gezeigt, dass eine Entkoppelung von Liebesbeziehung und ökonomischer Verantwortung (Versorgung) befreiend für alle Seiten ist.

 

In matriarchalen Gesellschaften werden jene Männer am höchsten geschätzt, die Fürsorglichkeit, Achtsamkeit und Gemeinschaftssinn zeigen.