Partnerschaftliche Strukturen

Auf unserem Weg lassen wir uns von bestehenden partnerschaftlichen Kulturen inspirieren. Es gibt viele Hinweise darauf, dass früher überall auf der Welt das Zusammenleben so aufgebaut war. Dabei wollen wir nicht fremde Kulturen oder die Urzeit installieren, sondern diese Werte mit den modernen Erkenntnissen vereinen und daraus eine fruchtbare Essenz gewinnen.

 

Partnerschaftlich bedeutet, dass das fürsorgliche, lebensbejahende Prinzip im Zentrum steht, dem alle verbunden sind. Außerdem, dass alle gleichwertig sind und gegenseitiger Respekt und Wertschätzung die Umgangsformen prägen. Das hat zur Folge, dass auch Mutter Erde als ein Lebewesen angesehen wird, das uns liebevoll nährt und dem wir liebevolle Fürsorge angedeihen lassen. Daraus entsteht eine Spiritualität, die nicht vom Alltag getrennt ist, da alles als heilig gilt - auch wir selbst - und Achtsamkeit ein grundlegendes Lebensgefühl ist.

 

Matriarchat bezeichnet eine Gesellschaftsordnung für die charakteristisch ist, dass sich die Familienstrukturen – und damit auch die Gesellschaftsstrukturen – um die Mutterfamilie ordnen. Das bedeutet auch örtlich betrachtet wird die Mutterfamilie immer als Zuhause und das Mutterland als nährende Heimat verstanden, die gehegt und für kommende Generationen fruchtbar bewahrt werden. Das Wohl der Gemeinschaft steht an oberster Stelle und für das Wohl der Gemeinschaft ist das Wohl der Einzelnen Grundvoraussetzung.

 

Selbstverständlich bedeutet "Zuhause" nicht, dass die Clanmitglieder zu ständiger Anwesenheit verpflichtet sind. Es steht grundsätzlich jeder frei, Abschnitte seines Lebens an anderen Orten zu leben und die persönliche Entfaltung wird unterstützt. Dabei reißt jedoch nie die soziale und ökonomische Verbundenheit zum Clan ab und das Clanhaus ist der Ort, an den alle zurückkommen können und stets ein liebevolles Zuhause vorfinden werden.

Matriarchale Gesellschaft

Matriarchat bezeichnet aber nicht nur ein Familienmodell, sondern eine Lebenseinstellung und Gesellschaftsform.

In solchen Gesellschaften werden auch große Entscheidungen nach dem Konsensprinzip getroffen. Das funktioniert, da Solidaridät und Gemeinwohl tragende Werte der gesamten Gesellschaft sind. Es wird eine Tausch- und Schenk-Ökonomie betrieben, bei der es üblich ist, sich gegenseitig freigebig zu beschenken oder Güter und Arbeitsleistungen auszutauschen. Dies geschieht ohne einen festgelegten Wert oder unter dem prüfenden Blick der "Fairness" - jede gibt das, was ihre Möglichkeiten erlauben. Auch werden viele Feste gefeiert, soziale Zusammenkunft und Vernetzung sind wichtige Teile des Lebens. Dadurch entsteht eine hohe Lebensqualität.

In partnerschaftlichen Kulturen erhält nicht die gesellschaftliches Ansehen, die viel hat, sondern die viel gibt und starken Sinn fürs Gemeinwohl zeigt.

Der Clan der die reichste Ernste hat veranstaltet das nächste Fest. Danach ist er nicht mehr der "Reichste" - aber alle hatten Freude.
Hat ein Clan eine Missernte oder wird von einem Schicksalsschlag gebeutelt, so unterstützen die anderen Clans und teilen ihre Vorräte und Kräfte.

Es lebt der Grundsatz: Jede achtet zuerst darauf, dass die anderen genug haben, bevor sie darauf achtet, selbst genug zu haben. Da alle so denken muss ich mir niemals Sorgen machen, zu wenig zu bekommen. Die anderen sorgen für mich und ich sorge für die anderen.