Leben in Gemeinschaft – unser Weg

(Soziales)

Wir leben im Matriclan, d.h. in einer selbst gewählten familienartigen Struktur von ca. 12 - 20 Erwachsenen, der den Kontakt mit anderen Clans und Gemeinschaften sucht. Das Zentrum des Clans bilden die Mütter und Kinder. Als Verwalterin im Sinne des Clanwohls tritt eine erfahrene „Clanmutter“ auf, die auch als die Hüterin des Ortes gilt. Die Rolle der Clanmutter ist eher als eine dienende Ehrenaufgabe zu verstehen, keinesfalls als Machtposition.

 

Klassischerweise wären alle Männer des Clans Onkel, Brüder oder Söhne. Gleichermaßen wären alle Frauen Mütter, Töchter, Schwestern und Tanten. Liebespartner kommen von außen, so wie die Männer des Clans ihre Liebespartnerinnen außerhalb des Clans finden. Wir betrachten dies als eine natürliche Ordnung. Allerdings sind wir uns dessen bewusst, dass wir aus einer anderen gesellschaftlichen Prägung kommen. Wir können daher diesem Ideal nicht aus dem Stand gerecht werden, sondern streben über die nächsten Generationen nach dieser Form.

 

Neue Clanmitglieder in einer stabilen Liebesbeziehung, wobei beide Partner unsere Werte und Lebensform unterstützen und wünschen, würden wir daher nicht zur Trennung drängen, weil wir das als kontraproduktiv empfinden. Würden sich durch diesen mittelfristigen Kompromiss bei einer möglichen Trennung Schwierigkeiten ergeben, so hätte das Wohl der Kinder oberste Priorität.

 

Im Matriclan sind wir liebevoll, gleichberechtigt und wertschätzend verbunden. Wir begegnen uns mit Respekt, Wohlwollen und Unterstützung. Für diese Begegnung schenken wir uns Raum, Zeit, Nähe und Aufmerksamkeit. So weit möglich leben wir diese Werte auch im Kontakt nach Außen.

Egalitär

Hierarchien versuchen wir zu vermeiden. Wir etablieren stattdessen Verantwortungsbereiche mit kompetenzgebundener Teamleitung. Dadurch verhindern wir einseitige und ausbeuterische Herrschafts- und Machtstrukturen und Personenkulte. Jedem Geschlecht und Alter steht die gleiche Wertschätzung zu.

Solidarisch

Das Gemeinwohl orientiert sich an den Bedürfnissen aller. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass jene, die sich weniger gut ausdrücken können, ebenfalls wahrgenommen werden. Die Kinder stehen im Clan zentral und bekommen die für ihr Gedeihen und Bedürfnisse nötige Unterstützung, Raum und liebevolle Zuwendung.

Gemeinschaftsprozesse

wir nutzen verschiedene „Werkzeuge“ wie

  • Clanrat
  • Kreiskultur
  • gemeinsam sein und tun
  • spirituelle Praxis
  • gewaltfreie Kommunikation und wertungsfreie Selbstreflexion
  • Feste